Kurioses aus unserem Arbeitsalltag

Zurück zu Unternehmen...

Anmerkung der Redaktion: Wir wollen hiermit nicht den Eindruck vermitteln, dass man lieber aus dem Weg gehen sollte, wenn sich eines unserer Fahrzeuge nähert. Vielmehr soll dies eine kleine, zu belächelnde Anekdotensammlung aus 50 Jahren Unternehmensgeschichte sein. Viel Spaß beim Lesen!

Nicht ganz geglückte Eislaufbahn

Die Stadtverwaltung Annaberg-Buchholz beschloss, auf dem Marktplatz ein Areal mit Schnee zu begrenzen und eine Natureislaufbahn zu errichten. Wunderbare Idee! Gesagt, getan! Die Feuerwehr befüllte den vorbereiteten Platz mit Wasser aus Schläuchen. Im Anschluss daran wurden wir beauftragt, die Fahrbahn für den Fall zu streuen, dass Wasser ausgetreten sein könnte. Unser Fahrer - nichts ahnend, dass eine Eisbahn entstehen soll - kam auf dem Markt an. Erstaunt darüber, wie unwahrscheinlich glatt es doch an diesem Tage war, streute er die gesamte Fläche mit extra viel Splitt. Gerade zurück in der Firma folgte der Anruf eines aufgeregten Mitarbeiters der Stadtverwaltung: "Ihr habt eben unsere neue Eislaufbahn gestreut! Schickt schnell eine Kehrmaschine!" Das Gelächter war riesig, aber gesagt, getan! Wir kehrten die frisch gestreute Fläche und innerhalb von wenigen Minuten war der Urzustand wieder hergestellt. Kommen heute noch Fragen zu dieser Geschichte, haben wir damals mit unserer Kehrmaschine einfach nur das Eis poliert, um es für den Erstgebrauch perfekt zu machen. Eine bessere Werbung für die neue Attraktion als unseren Schildbürgerstreich kann man sich als Stadtverwaltung doch gar nicht vorstellen, oder?...

 

Stilles Örtchen mit Überraschungseffekt

Unser Fahrer fuhr nach Geyer auf eine Baustelle zur Einholung einer Toilettenkabine. Um an diesem späten und recht sommerlichen Nachmittag schnellstmöglich in den wohlverdienten Feierabend wechseln zu können, lud er die Kabine - ohne diese nochmals zu öffnen - sofort auf sein Fahrzeug. Er bemerkte zwar die feixenden Bauarbeiter, fuhr aber trotzdem davon. Auf dem Rückweg nach Annaberg-Buchholz registrierte er plötzlich im Rückspiegel, dass sich die Toilette bewegte! Er wunderte sich, ob die Kabine eventuell nicht richtig befestigt war und hielt an der nächstmöglichen Gelegenheit an. Die Spanngurte gelöst, öffnete sich die Kabinentür. Unser Fahrer traute seinen Augen nicht als er in der Kabine einen Bauarbeiter vorfand mit heruntergelassener Hose und Sitzungslektüre! Sichtlich schockiert und völlig sprachlos ließ sich der Arbeiter überreden, von der Toilette in das Fahrerhaus zu wechseln. Anschließend wurde er zurück zur Baustelle chauffiert und von seinen überaus belustigten Kollegen empfangen. Ob er selbst seinen Ausflug so witzig fand, ist fraglich. Inzwischen lacht übrigens auch unser Fahrer über diese Geschichte...

 

Dachdecker in Not

Eines Tages fuhr unser Fäkalienfahrzeug die Kupferstraße in Annaberg-Buchholz bergabwärts. Währenddessen arbeiteten Dachdecker in luftiger Höhe auf einem Gerüst. Bekanntlich ist die Kupferstraße nicht sehr breit. Dass es an diesem Tage jedoch so schwer voranging, wunderte selbst unseren Fahrer. Was er in diesem Moment nicht merkte: Das Fahrzeug hing am Gerüst des Dachdeckers fest. Also gibt unser Fahrer noch etwas mehr Gas, was den Herren in der oberen Etage weniger gut gefiel! Diese nämlich verkrampften sich zusehends, während sie sich an der Dachrinne des Hauses festhielten in der Hoffnung, unser Fahrer bemerkt das Dilemma noch vor dem unerwünschten Ausflug...

 

Fische auf dem Trockenen

Eines schönen Wintertages beräumten wir mit Hilfe unserer Fräse die Schneemassen aus der Annaberg-Buchholzer Innenstadt. So wurde auch die Große Kartengasse bergabwärts gefräst. Die Arbeiten waren noch in vollem Gange als plötzlich ein Bewohner des Barbara-Uthmann-Hauses heraustrat, in der Hand einen Kleinpflasterstein der Straße: "Damit habt ihr mir gerade zwei Scheiben zerschossen!" Der Fahrer unserer Fräse: "War wohl ein Doppelfenster?" Der Bewohner: "Nee, eine Fensterscheibe und eine Aquariumscheibe!" Hilfe! Wir wollen uns nicht vorstellen, wie viele Fische im völlig durchnässten Wohnzimmer tanzten...

 

Garen auf Zeit

Fährt ein und derselbe Müllfahrer seit Jahren ein und dieselbe Tour, können Bürger durchaus die Uhr danach stellen. Eine Bürgerin aus Sehmatal-Cranzahl rief eines Tages in unserer Einsatzleitung an und beschwerte sich darüber, dass ihre Tonne zu einem anderen Zeitpunkt als sonst geleert wurde! Immerhin wären nun ihre Kartoffeln angebrannt und überhaupt nicht mehr essbar! Ob man das denn nicht riechen würde!... Nach scheinbar endlosen Worten der Schelte und mit dem Hinweis, dass man am Telefon freilich nichts riechen könne, fragte unsere Mitarbeiterin schließlich nach, was unsere Abfuhr mit den Kartoffeln zu tun hätte. So erzählte die noch immer wütende Bürgerin, dass sie ihre Kartoffeln stets zur gleichen Zeit auf den Herd stelle, nach einiger Zeit die Müllabfuhr käme und sie zu genau diesem Zeitpunkt die garen Kartoffeln vom Herd nehme... An diesem Tag kam jedoch kein Fahrzeug und das Dilemma nahm seinen Lauf. Die Lösung des Rätsels: Es war ein Vertretungsfahrer unterwegs und fuhr das Grundstück bereits zeitiger an...